Das Wichtigste in Kürze
- Spiel
- Hamburger SV – Borussia Mönchengladbach 3:1 (1:1)
- Wettbewerb
- Bundesliga, 9. Spieltag · 6. November 2026
- HSV-Torschützen
- Miro Muheim (11.), Shafiq Nandja (60.), Albert Grønbæk (70.)
- Gladbach-Tor
- Joe Scally (44.)
- Besonderheit
- Erstes Bundesliga-Tor für Shafiq Nandja; 57.000 Zuschauer im ausverkauften Volksparkstadion
Personen, Vereine und Zusammenhänge
Was bestätigt ist – und was noch offen bleibt
Bestätigt
- Der Hamburger SV schlug Borussia Mönchengladbach am 6. November 2026 im ausverkauften Volksparkstadion mit 3:1 (1:1).
- Miro Muheim traf in der 11. Minute zum 1:0, Joe Scally glich in der 44. Minute zum 1:1 aus.
- Ko Itakura sah in der 49. Minute Gelb-Rot. Shafiq Nandja traf in der 60. Minute zum 2:1 und erzielte damit sein erstes Bundesliga-Tor.
- Albert Grønbæk erhöhte in der 70. Minute mit einem Distanzschuss auf 3:1.
- Der 18-jährige Jason Bissi Mouelle gab kurz vor Schluss sein Bundesliga-Debüt.
Noch offen
Zum aktuellen Datenstand sind keine wesentlichen offenen Punkte bekannt.
Ein Heimsieg, der sich nach mehr anfühlt
Was für ein Freitagabend im Volksparkstadion! Der Hamburger SV hat Borussia Mönchengladbach mit 3:1 geschlagen und nach den bitteren Rückschlägen der vergangenen Wochen wieder gezeigt, was in dieser Mannschaft steckt. Miro Muheim brachte uns früh in Führung, die Gäste kamen kurz vor der Pause zurück. Doch nach dem Seitenwechsel übernahm der HSV das Kommando. Der emotionalste Moment gehörte dabei einem jungen Spieler, für den dieser Abend lange in Erinnerung bleiben wird: Shafiq Nandja traf erstmals in der Bundesliga. Vor 57.000 Zuschauern. Zu Hause. Mit der Raute auf der Brust.
Miro Muheim eröffnet, Gladbach schlägt zurück
Die Rothosen wollten vom Anpfiff an zeigen, wer im Volkspark das Sagen hat. Schon in der 11. Minute nahm Miro Muheim aus der Distanz Maß und brachte den HSV mit einem sehenswerten Treffer in Führung. Das war genau der Start, den wir nach den schwierigen letzten Partien gebraucht haben. Allerdings blieb Gladbach gefährlich. Joe Scally nutzte in der 44. Minute eine Gelegenheit zum 1:1. Statt einer beruhigenden Halbzeitführung stand plötzlich wieder alles auf Anfang. Die Aufgabe war also klar: nachlegen, mutig bleiben und endlich die eigenen Möglichkeiten konsequent nutzen.
Shafiq Nandja belohnt sich mit seinem ersten Bundesliga-Tor
Nach dem Wiederanpfiff wurde die Partie entscheidend verändert. Der bereits verwarnte Ko Itakura sah in der 49. Minute nach einem Foul an Albert Grønbæk die Gelb-Rote Karte. Der HSV nutzte die Überzahl und schnürte Gladbach immer wieder vor dem Strafraum ein. In der 60. Minute spielte Grønbæk den Ball flach hinein, Patson Daka verpasste, und Nandja stand genau dort, wo ein Torjäger stehen muss. Mit der Innenseite drückte er den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. 2:1. Sein erstes Bundesliga-Tor. Für mich war das der schönste Moment des Spiels. Ein Eigengewächs, das Verantwortung übernimmt und sich diesen Treffer verdient hat. Solche Augenblicke sind es, die den HSV für uns ausmachen.
Albert Grønbæk macht den Deckel drauf
Zehn Minuten später legte Albert Grønbæk nach. Aus mehr als 25 Metern zog er ab und setzte den Ball zum 3:1 rechts ins Netz. Ein herrlicher Treffer und die Entscheidung in einem Spiel, das lange offen gewesen war. Auch defensiv hatte der HSV seine heiklen Momente. Sebastiaan Bornauw verhinderte in der 66. Minute nach einem eigenen Fehler mit einem wichtigen Block eine große Gladbacher Gelegenheit. Gerade solche Szenen zeigen, dass die Mannschaft nicht fehlerfrei spielte, aber füreinander arbeitete.
Dieser Abend gehört auch dem HSV-Nachwuchs
Dass Shafiq Nandja ausgerechnet im Volkspark sein erstes Bundesliga-Tor erzielt, hat für mich einen besonderen Wert. Der junge Verteidiger hat zuletzt Verantwortung übernehmen müssen und bekommt nun seinen Lohn. Kurz vor dem Schlusspfiff durfte mit Jason Bissi Mouelle ein weiteres Eigengewächs sein Bundesliga-Debüt feiern. Das ist ein schöner Nebeneffekt dieses Heimsiegs: Junge Spieler sammeln Erfahrungen und zeigen, dass sie auf dieser Bühne bestehen können. Nach dem Abpfiff feierte der ganze Volkspark. Genau solche Abende möchte ich wieder häufiger sehen.
Drei Punkte, aber kein Grund zum Abheben
Der Sieg war wichtig, vor allem nach der jüngsten Durststrecke. Zugleich gehört zur fairen Einordnung, dass Gladbach die zweite Halbzeit seit der 49. Minute in Unterzahl bestreiten musste und vor der Pause durchaus gefährlich war. Für mich überwiegt trotzdem das Positive: Der HSV nutzte die Chance, spielte sich gute Abschlüsse heraus und brachte den Vorsprung diesmal über die Zeit. Nun folgt zunächst die Länderspielpause. Am 15. November steht das Testspiel gegen Hajduk Split an, bevor es am 22. November in der Bundesliga gegen Werder Bremen geht. Der Schwung aus diesem Heimsieg darf gern mitgenommen werden.



