Das Wichtigste in Kürze
- Ergebnis
- SK Rapid Wien – HSV 3:2 (3:2)
- Wettbewerb
- Testspiel
- Spielort
- Allianz Stadion, Wien
- HSV-Tore
- Poulsen (16.), Grönbaek (24.)
- Rapid-Tore
- Kara (3., 35.), Lemke (Eigentor, 37.)
- Zuschauer
- 14.541
- HSV-Debüts
- Martin Adeline und Kofi Amoako
- Nächster Test
- 25. Juli gegen den 1. FC Heidenheim
Personen, Vereine und Zusammenhänge
Was bestätigt ist – und was noch offen bleibt
Bestätigt
- Der HSV verlor am 18. Juli 2026 sein erstes Testspiel der Vorbereitung bei SK Rapid Wien mit 2:3.
- Alle fünf Treffer fielen bereits in der ersten Halbzeit.
- Yussuf Poulsen erzielte per Kopf das 1:1, Albert Grönbaek traf anschließend zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung.
- Ercan Kara erzielte zwei Rapid-Tore; das 3:2 fiel durch ein Eigentor von Louis Lemke.
- Martin Adeline und Kofi Amoako feierten ihren ersten Einsatz im HSV-Trikot.
- Daniel Heuer Fernandes, Albert Sambi Lokonga und Fabio Baldé fehlten angeschlagen beziehungsweise vorsorglich.
Noch offen
- Welche personellen und taktischen Schlüsse Merlin Polzin aus den drei Gegentoren zieht, zeigt sich im Trainingslager in Oberlängenfeld.
- Offen ist, wann Heuer Fernandes, Lokonga und Baldé wieder vollständig ins Mannschaftstraining einsteigen.
- Der nächste Belastungstest folgt am 25. Juli gegen den 1. FC Heidenheim.
Rapid erwischt den besseren Start – der HSV antwortet stark
Der HSV verliert den ersten Test der Vorbereitung, liefert im Wiener Allianz Stadion aber über weite Strecken der ersten Halbzeit einen offenen und mutigen Auftritt. Rapid war bereits deutlich weiter in seiner Sommervorbereitung und nutzte die Anfangsphase sofort. Nach einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld köpfte Ercan Kara in der dritten Minute zur frühen Führung ein. Die Hamburger brauchten einige Minuten, um sich an Tempo und Intensität zu gewöhnen. Danach wurde das Spiel der Mannschaft von Merlin Polzin klarer. Bakery Jatta bekam auf der rechten Seite Raum und flankte präzise in den Strafraum. Yussuf Poulsen setzte sich im Zentrum durch und köpfte in der 16. Minute zum 1:1 ein. Der Treffer war mehr als nur ein Ausgleich. Er leitete die stärkste Hamburger Phase des Abends ein.
Grönbaek dreht die Partie – Adeline verpasst sein Debüttor
Mit dem Ausgleich gewann der HSV Kontrolle und spielte zielstrebiger nach vorn. Martin Adeline tauchte nach einem starken Steckpass von Albert Grönbaek frei vor Rapid-Keeper Niklas Hedl auf, scheiterte jedoch im direkten Duell. Nur wenig später zeigte Grönbaek selbst seine Abschlussqualität. Nach einem schnellen Umschaltmoment und dem Zuspiel von Nicolas Capaldo zog der Däne vom Strafraumrand ab. Sein Schuss landete in der 24. Minute neben dem langen Pfosten im Tor. Aus dem frühen 0:1 hatte der HSV innerhalb von acht Minuten ein 2:1 gemacht. Gerade diese Phase dürfte Polzin gefallen haben. Die Abstände stimmten, die Angriffe wurden sauber vorbereitet und die Offensivspieler fanden auch unter Druck Lösungen. Poulsen gab dem Spiel als Zielspieler Struktur, während Grönbaek immer wieder zwischen den Linien auftauchte.
Zwei kuriose Gegentore drehen das Spiel erneut
Die gute Hamburger Phase wurde kurz vor der Pause durch zwei vermeidbare Gegentore entwertet. Nach einer Rapid-Ecke fiel der Ball im Strafraum unglücklich auf den Rücken von Kara und sprang zum 2:2 ins Tor. Nur zwei Minuten später brachte Jonas Auer eine scharfe Hereingabe vor das Hamburger Tor. Louis Lemke versuchte auf der Linie zu klären, beförderte den Ball dabei aber ins eigene Netz. Damit lag Rapid plötzlich wieder mit 3:2 vorn. Das Ergebnis war für den HSV ärgerlich, weil die Mannschaft zuvor selbst die Kontrolle übernommen hatte. Gleichzeitig lieferte der Test eine klare Warnung. Bei ruhenden Bällen, zweiten Bällen und unübersichtlichen Strafraumszenen fehlte die letzte Konsequenz. Poulsen sprach nach der Partie von unnötigen Gegentoren, hob aber zugleich die herausgespielten Offensivaktionen hervor. Diese Mischung beschreibt den ersten Test treffend.
Debüts für Adeline und Amoako – Nachwuchsspieler sammeln Minuten
Polzin nutzte die Partie konsequent, um Neuzugänge und Talente unter Wettkampfbedingungen zu sehen. Adeline begann in der offensiven Reihe und zeigte mit seinen Laufwegen sowie der großen Chance vor dem 2:1, welche Räume er besetzen kann. Zur Pause kam Kofi Amoako zu seinem Debüt. Insgesamt setzte der HSV 20 Spieler ein. Im Tor stand der 17-jährige Elias Lahti über die volle Spielzeit, weil Daniel Heuer Fernandes nach Hüftproblemen vorsorglich fehlte. Ebenfalls nicht dabei waren Albert Sambi Lokonga wegen einer Nackenverspannung und Fabio Baldé wegen einer Blase am Fuß. In der Defensive erhielten unter anderem Jason Bissi-Mouelle und Louis Lemke wichtige Minuten. Die vielen jungen Spieler erklären einige Abstimmungsprobleme, dürfen aber nicht als alleinige Begründung für die Gegentore dienen. Gerade solche Situationen sind der wertvolle Teil eines frühen Vorbereitungsspiels.
Ruhigere zweite Halbzeit – Philippe vergibt die beste Chance
Nach dem Seitenwechsel verlor die Partie deutlich an Tempo. Beide Trainer wechselten umfangreich, wodurch Spielfluss und Automatismen immer wieder unterbrochen wurden. Der HSV blieb bemüht, kam aber nur selten gefährlich in den Strafraum. Die beste Gelegenheit hatte Rayan Philippe nach einem feinen Zuspiel von Warmed Omari. Der Angreifer lief frei auf Hedl zu, konnte den Rapid-Torhüter jedoch nicht überwinden. Auf der anderen Seite musste Lahti in der Nachspielzeit noch einmal eingreifen. Weitere Treffer fielen nicht. Bemerkenswert war, dass Immanuel Pherai neben Lahti die komplette Partie absolvierte. Poulsens Auswechslung nach 33 Minuten war dagegen vorab geplant und Teil der Belastungssteuerung. Das nimmt dem frühen Wechsel jede Dramatik und unterstreicht, dass das Ergebnis in dieser Phase der Vorbereitung nicht über allem steht.
Was vom 2:3 bleibt: Offensive Ansätze, defensive Arbeitsaufträge
Eine Niederlage zum Auftakt ist kein Grund für Unruhe. Rapid absolvierte seine Generalprobe vor dem Pflichtspielstart und trat entsprechend eingespielt auf. Trotzdem liefert das 2:3 klare Hinweise für die kommenden Trainingstage. Positiv waren die Reaktion auf den frühen Rückstand, die Kombinationen vor beiden HSV-Toren und das Zusammenspiel von Poulsen, Grönbaek und Capaldo. Auch Adeline fand sofort gefährliche Räume. Verbessern muss sich der HSV bei Standards, in der Absicherung und in der Kommunikation im eigenen Strafraum. Am Sonntag reist die Mannschaft weiter ins Trainingslager nach Oberlängenfeld. Dort kann Polzin gezielt an diesen Punkten arbeiten. Der nächste Test wartet am 25. Juli gegen den 1. FC Heidenheim. Dann dürfte bereits besser zu erkennen sein, welche Abläufe sich festigen und welche Spieler im Kampf um die Startelf die ersten Vorteile gesammelt haben.
Quellen
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HSV.de: 2:3 – HSV unterliegt SK Rapid im ersten Test der Vorbereitung · 18.07.2026 Offizieller Spielbericht des HSV · Abgerufen am 19.07.2026
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SK Rapid Wien: Testspielerfolg gegen den HSV · 18.07.2026 Offizieller Spielbericht von Rapid Wien · Abgerufen am 19.07.2026
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HSV24 / Hamburger Morgenpost: Dumme Gegentore: HSV-Kapitän Poulsen zieht Bilanz nach erstem Test · 18.07.2026 Stimmen und sportliche Einordnung · Abgerufen am 19.07.2026
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kicker: HSV unterliegt im ersten Testspiel Rapid Wien · 18.07.2026 Unabhängiger Spielbericht · Abgerufen am 19.07.2026
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