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Die wichtigsten HSV-Rekorde und wer sie hält

Rekorde sind für mich dann spannend, wenn hinter der Zahl eine Geschichte steckt. Beim HSV führen viele Bestmarken direkt zu Namen, die ganze Generationen geprägt haben: Manfred Kaltz, Uwe Seeler oder Horst Schnoor.

Manfred Kaltz: mehr HSV-Pflichtspiele als jeder andere

Manfred Kaltz kommt laut HSV auf 744 Pflichtspiele für die Rothosen. Allein in der Bundesliga absolvierte er 581 Partien mit der Raute. Damit steht er in dieser Kategorie bis heute an der Spitze des Vereins.

Mich beeindruckt dabei nicht nur die Zahl. Kaltz war über einen riesigen Zeitraum Teil des HSV und sammelte praktisch alle großen Trophäen der erfolgreichen Profifußball-Ära des Vereins. Seine Bananenflanken sind bis heute Teil der HSV-Erzählung.

Uwe Seeler: 507 Pflichtspieltore

Uwe Seelers Zahlen wirken selbst Jahrzehnte später beinahe absurd. Der HSV nennt 587 Pflichtspiele und 507 Treffer. Damit ist „Uns Uwe“ der unangefochtene Rekordtorschütze des Vereins.

In der Bundesliga erzielte Seeler 137 Tore für den HSV. Weil die Bundesliga erst 1963 startete, bildet diese Zahl nur einen Teil seiner Karriere ab. Wer historische Spieler vergleicht, muss deshalb immer darauf achten, welchen Wettbewerb und welche Zeitspanne eine Statistik umfasst.

Horst Schnoor: Rekordmann im HSV-Tor

Bei den Torhütern führt Horst Schnoor. Der HSV nennt 507 Pflichtspiele zwischen 1952 und 1967. Nur Kaltz und Seeler absolvierten insgesamt mehr Pflichtpartien für den Verein.

Das zeigt, wie tief manche Rekorde in die Zeit vor der Bundesliga zurückreichen. HSV-Geschichte beginnt eben nicht 1963. Wer nur Bundesligadaten betrachtet, verliert einen großen Teil der Vereinsgeschichte.

Kaltz hält sogar einen Bundesliga-Elfmeterrekord

Manfred Kaltz erzielte in der Bundesliga 53 Tore vom Elfmeterpunkt. Der HSV führt ihn damit als Rekordhalter der Liga. Solche Bestmarken zeigen, dass Vereinsrekorde manchmal gleichzeitig deutsche Fußballgeschichte sind.

Natürlich gibt es auch kuriose Statistiken. Kaltz gehört mit sechs Eigentoren ebenfalls zu den Bundesliga-Rekordhaltern dieser Kategorie. Das macht eine große Karriere nicht kleiner, sondern erinnert daran, wie viele Spiele überhaupt nötig waren, um solche Zahlen zu sammeln.

Warum Rekorde immer sauber definiert werden müssen

„Rekordspieler“ kann Pflichtspiele insgesamt bedeuten, nur Bundesliga, nur Europapokal oder nur Spiele seit Einführung bestimmter Wettbewerbe. Gleiches gilt für Tore. Deshalb schreibe ich bei Zahlen immer dazu, was genau gezählt wurde.

Gerade beim HSV mit seiner langen Geschichte ist das wichtig. Oberliga, Bundesliga, DFB-Pokal und Europapokal ergeben unterschiedliche Bestenlisten. Ein Name kann in einer Kategorie vorne liegen und in einer anderen nicht.

Welche Rekorde ich künftig noch genauer aufarbeiten will

Dieses Thema schreit nach weiteren Datenseiten: jüngste Torschützen, längste Serien, höchste Siege, Europapokalrekorde, Kapitäne oder die meisten Spiele im Volkspark. Genau dafür ist unser Statistikbereich da.

Im Magazin geht es mir um die Einordnung. Die Zahl steht am Anfang. Die Geschichte dahinter macht sie erst interessant.

Andreas Jantzen Autor von Hamburg 1887 und HSV Fantalk VaterSohn
Autor

Geschrieben von Andreas Jantzen

Autor · Redaktion Hamburg 1887 · HSV Fantalk VaterSohn

Andreas Jantzen ist HSV-Fan seit seiner Kindheit und ordnet Themen unabhängig, faktenorientiert und nah an der Community des HSV Fantalk VaterSohn ein.

Redaktionell aktiv seit: 2019
Quellen und Regelgrundlagen: Geprüft am 08.08.2026. Vertragsdetails, Beiträge und Wettbewerbsregeln können sich ändern; bei zeitkritischen Angaben gilt die jeweils aktuelle Originalquelle.
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