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0:2 in Dortmund: So darf der HSV in der ersten Halbzeit nicht auftreten

Der HSV verliert zum Bundesliga-Start mit 0:2 bei Borussia Dortmund. Mich enttäuscht vor allem die erste Halbzeit. Mutlos, passiv und ohne echte Entlastung. 14:0 Torschüsse für den BVB bis zur Pause sprechen eine klare Sprache.

Hamburg1887-Newsgrafik zur 0:2-Niederlage des HSV in Dortmund mit enttäuschtem Spieler und Kritik an der ersten Halbzeit
Die erste Halbzeit in Dortmund war aus HSV-Sicht viel zu wenig. Redaktionelles Newsbild · Bildnachweis: Hamburg1887.de · Bildrechte & Nutzung
Schnellüberblick

Das Wichtigste in Kürze

Ergebnis
Borussia Dortmund – HSV 2:0
Tore
Serhou Guirassy (9.), Giannis Konstantelias (45.+1)
Halbzeit
2:0
Auffällige Zahl
14:0 Torschüsse für Dortmund in Halbzeit eins
Platzverweis
Samuele Inácio sah Rot (77.)
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Personen, Vereine und Zusammenhänge

Verein HSV Profifußballmannschaft des Hamburger SV und zentrales Thema von Hamburg1887.de.
Kurz eingeordnet Veröffentlichungsbereit Hamburg1887-Einschätzung: Fakten geprüft, Meinung klar gekennzeichnet Ergebnis, Tore, Platzverweise, Startelfdebüts und der generelle Spielverlauf wurden mit offiziellen Spielberichten abgeglichen. Die Bewertung des HSV-Auftritts ist eine eigene Hamburg1887-Meinung.
Aktueller Stand

Was bestätigt ist – und was noch offen bleibt

Bestätigt

  • Der HSV verlor das Bundesliga-Auftaktspiel bei Borussia Dortmund mit 0:2.
  • Serhou Guirassy traf in der 9. Minute zum 1:0 für Borussia Dortmund.
  • Giannis Konstantelias erhöhte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit auf 2:0.
  • Beim HSV feierten Martin Adeline, Patson Daka und Louis Lemke ihre Bundesliga-Startelfpremiere.
  • Der HSV steigerte sich nach der Pause und kam durch Patson Daka sowie Albert Grønbæk zu besseren Offensivmomenten.
  • Patson Daka traf in der zweiten Halbzeit den Pfosten.
  • Samuele Inácio sah in der 77. Minute nach einem Foul an Albert Grønbæk die Rote Karte.
  • Borussia Dortmund gewann trotz Unterzahl verdient.

Noch offen

  • Wie Merlin Polzin die sehr passive erste Halbzeit intern bewertet und welche personellen oder taktischen Schlüsse daraus folgen, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.
  • Offizielle Detailstatistiken können je nach Anbieter leicht unterschiedlich ausgewiesen werden. Für diese Einordnung wird die verbreitet berichtete Halbzeitstatistik von 14:0 Torschüssen zugrunde gelegt.

Diese erste Halbzeit hat mich richtig enttäuscht

Der HSV ist mit einer 0:2-Niederlage bei Borussia Dortmund in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Dass man im Signal Iduna Park verlieren kann, überrascht niemanden. Mich stört vielmehr die Art und Weise, wie sich der HSV vor allem in der ersten Halbzeit präsentiert hat. Aus meiner Sicht war das zu mutlos, zu zurückhaltend und schlicht zu passiv. So darfst du in Dortmund nicht auftreten, wenn du dir dort zumindest eine echte Chance erarbeiten willst.

14:0 Torschüsse bis zur Pause sagen fast alles

Die Zahl, die für mich über dieser ersten Hälfte steht, ist 14:0 bei den Torschüssen. Genau diese Relation zeigt, wie einseitig das Spiel vor der Pause gelaufen ist. Borussia Dortmund hatte früh die Kontrolle, presste hoch und bekam vom HSV viel zu wenig Widerstand. Hamburg kam kaum einmal sauber aus der eigenen Hälfte heraus, hatte kaum Entlastung und praktisch keinen Zugriff auf den Ball in den entscheidenden Räumen. Wenn du einem Gegner dieser Klasse so viel Initiative überlässt, lädst du ihn geradezu ein.

Dortmund bestrafte die Passivität früh und verdient

Schon in der 9. Minute erzielte Serhou Guirassy nach einer starken Kombination das 1:0. Auch danach blieb Borussia Dortmund klar tonangebend. Felix Nmecha und Maximilian Beier hatten weitere Möglichkeiten, ehe Giannis Konstantelias kurz vor der Pause auf 2:0 stellte. Der Treffer fiel in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit und passte leider zum gesamten Bild. Der HSV verteidigte vieles nur noch reaktiv und fand offensiv überhaupt keinen eigenen Rhythmus.

Merlin Polzin muss diese erste Hälfte klar ansprechen

Ich bin weit davon entfernt, nach dem ersten Bundesligaspiel direkt alles infrage zu stellen. Aber genau deswegen muss Merlin Polzin intern deutliche Worte finden. Eine junge oder neu zusammengestellte Mannschaft darf Fehler machen. Was ich schwerer akzeptieren kann, ist ein Auftritt ohne Mut. Wer in Dortmund nur reagiert, wird dort fast immer bestraft. Der HSV wirkte in vielen Momenten eher darauf bedacht, keinen Fehler zu machen, statt selbst aktiv am Spiel teilzunehmen.

Nach der Pause wurde es wenigstens besser

Man muss fair bleiben: Die zweite Halbzeit war deutlich anständiger. Der HSV kam mutiger aus der Kabine, fand bessere Wege nach vorne und hatte jetzt wenigstens einzelne Szenen, in denen Dortmund wirklich arbeiten musste. Patson Daka hatte erst eine gute Möglichkeit und traf später sogar den Pfosten. Auch Albert Grønbæk sorgte mit Distanzschüssen für mehr Gefahr. Das war immer noch nicht überragend, aber immerhin ein ganz anderer Auftritt als in den ersten 45 Minuten.

Selbst in Überzahl sprang am Ende zu wenig heraus

Ab der 77. Minute spielte der HSV nach der Roten Karte gegen Samuele Inácio in Überzahl. Eigentlich wäre das der Moment gewesen, noch einmal echten Druck auf ein mögliches Anschlusstor zu entwickeln. Es gab zwar noch ein paar Vorstöße, doch wirklich ernsthaft ins Wanken geriet Borussia Dortmund nicht mehr. Auch das gehört zur Wahrheit dieses Abends. Die Steigerung nach der Pause war erkennbar, sie reichte aber nicht aus, um das Spiel noch einmal offen zu machen.

Die Startelfdebüts ändern nichts an meiner Kritik

Mit Martin Adeline, Patson Daka und Louis Lemke standen drei Spieler erstmals für den HSV in einer Bundesliga-Startelf. Gerade bei Louis Lemke muss man Alter und Situation natürlich einordnen. Trotzdem darf der Hinweis auf Debüts und neue Abläufe nicht als Ausrede für diese erste Halbzeit dienen. Struktur, Mut und Klarheit gegen den Ball sind unabhängig davon gefordert. Genau dort war der HSV vor der Pause schlicht nicht auf dem nötigen Niveau.

Für mich ist das ein Warnschuss zum richtigen Zeitpunkt

Ich will aus diesem Spiel keine Panik ableiten, aber ich sehe darin einen klaren Warnschuss. Die Bundesliga verzeiht dir solche passiven Phasen viel weniger als die 2. Liga. Wenn der HSV bestehen will, muss er schneller den Mut finden, auch auswärts aktiv mitzuspielen. Dass nach der Pause mehr drin war, macht die erste Hälfte für mich eher noch ärgerlicher. Denn es zeigt, dass der HSV nicht chancenlos war, sondern sich zunächst selbst zu klein gemacht hat.

Entscheidend ist jetzt die Reaktion

Die Niederlage in Dortmund ist kein Weltuntergang. Entscheidend wird sein, was der HSV daraus macht. Wenn Merlin Polzin und die Mannschaft diese erste Halbzeit ehrlich aufarbeiten und gegen Mainz eine klarere Reaktion zeigen, kann dieses 0:2 sogar hilfreich sein. Bleibt der Auftritt vor der Pause aber ein Muster, wird die Saison schnell unangenehm. Genau deshalb bin ich enttäuscht. Nicht nur wegen des Ergebnisses, sondern weil ich mir vom Auftreten deutlich mehr erhofft hatte.

Andreas Jantzen Autor von Hamburg 1887 und HSV Fantalk VaterSohn
Autor

Geschrieben von Andreas Jantzen

Autor · Redaktion Hamburg 1887 · HSV Fantalk VaterSohn

Andreas Jantzen ist HSV-Fan seit seiner Kindheit und ordnet Themen unabhängig, faktenorientiert und nah an der Community des HSV Fantalk VaterSohn ein.

Geprüft von: Redaktion Hamburg 1887 Redaktionell aktiv seit: 2019 Aktualisiert: 30.08.2026
Nachweise

Quellen

  1. Bundesliga: Guirassy und Konstantelias schießen Dortmund zum Sieg gegen Hamburg · 29.08.2026 Offizieller Spielbericht · Abgerufen am 30.08.2026
  2. Sky Sport: Live Kommentar | Dortmund - Hamburg | 29.08.2026 · 29.08.2026 Spielverlauf und Statistikumfeld · Abgerufen am 30.08.2026
  3. BILD: Eine Hälfte beim BVB verpennt: Dieser HSV braucht noch ganz viel Vieira · 29.08.2026 Halbzeitstatistik 14:0 Torschüsse · Abgerufen am 30.08.2026

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