Ulrich Stein: HSV-Karriere, Statistiken & Einordnung
Torwart · HSV-Zeit 1980–1987, 1994–1995
Wer ist Ulrich Stein?
Uli Stein war einer der stärksten deutschen Torhüter seiner Generation und die Nummer eins der HSV-Erfolgsmannschaft von 1983. In zwei Hamburger Phasen bestritt er 296 Pflichtspiele. Er gewann 1982 und 1983 die Deutsche Meisterschaft, 1983 den Europapokal der Landesmeister und 1987 den DFB-Pokal. Zu seiner Geschichte gehört aber auch der tätliche Vorfall gegen Jürgen Wegmann im Pokalfinale 1987.
Uli Stein auf einen Blick
Historische Statistiken können je nach Zählweise zwischen Liga- und Gesamtpflichtspielen unterscheiden. Hamburg1887 nennt sichtbar die verwendete Definition und bevorzugt offizielle wettbewerbsübergreifende HSV-Angaben.
Uli Stein: HSV-Bilanz
Die HSV-Historienzählung führt 296 Pflichtspiele über beide Vereinsphasen. Das DFB-Datencenter weist 228 Bundesligaeinsätze für den HSV aus.
Die wichtigsten Leistungs- und Karrieredaten
296 Spiele
0 Tore
1980–1987, 1994–1995
Torwart & Führungspersönlichkeit
296 Pflichtspiele
Seine Stationen
- vor 1980
Arminia Bielefeld
Stein etablierte sich als herausragender Bundesligatorhüter.
- 1980–1987
Hamburger SV
Erste HSV-Phase mit vier großen Titeln und Weltklasseleistungen.
- 1987–1994
Eintracht Frankfurt
Nach dem abrupten Abschied blieb er in der Bundesliga über Jahre eine prägende Nummer eins.
- 1994–1995
Hamburger SV
Stein kehrte noch einmal für eine Saison in den Volkspark zurück.
- nach der Karriere
Torwarttrainer und Experte
Er arbeitete später in verschiedenen Trainer- und Medienrollen.
Wichtige Momente im Volkspark
Wechsel zum HSV
Stein übernahm das Tor einer Mannschaft mit höchsten Ambitionen.
Finale von Athen
Mit einer konzentrierten Leistung hielt er gegen Juventus Turin die Null.
Pokalsieg und Eklat
Der HSV gewann den DFB-Pokal; Steins Schlag gegen Jürgen Wegmann führte unmittelbar danach zur Trennung.
Rückkehr
Sieben Jahre nach dem Abschied kehrte Stein noch einmal zum HSV zurück.
Hamburg1887-Taktik-Kompass
Reaktionsschneller, mutiger Torhüter mit großer Präsenz, starker Linie und ausgeprägtem Führungsanspruch.
So ist die Rolle zu verstehen: Stein besaß die Ausstrahlung eines Torhüters, der glaubte, jeden Ball halten zu können. Diese Überzeugung trug ihn zu Weltklasseleistungen, konnte emotional aber auch kippen. Sportlich war er ein zentraler Baustein der erfolgreichsten HSV-Mannschaft.
Prägende Merkmale
Große Leistung entschuldigt nicht jeden Kontrollverlust
Der Schlag gegen Jürgen Wegmann gehört zu Steins Geschichte und darf nicht romantisiert werden. Seine Weltklasse im Tor und problematische Momente müssen nebeneinander benannt werden.
- Überragender Rückhalt von Athen
- 296 HSV-Pflichtspiele
- Vier große Titel
- Unrühmliche Trennung nach dem Pokalfinale 1987
Darauf schaue ich besonders
- Wie sportliche Größe und Fehlverhalten fair gemeinsam bewertet werden
- Was moderne Torhüter von Steins Präsenz lernen können
- Warum sein zweites HSV-Kapitel zur Versöhnung beitrug
Für mich Weltklasse im Tor – aber nicht ohne kritischen Blick
Uli Stein war sportlich ein überragender Torhüter. Wer das Finale von Athen und seine gesamte HSV-Zeit betrachtet, kann seine Bedeutung nicht kleinreden. Er gab dieser Mannschaft Selbstvertrauen und hielt auf höchstem Niveau.
Trotzdem gehört für mich Ehrlichkeit dazu. Der Schlag gegen Jürgen Wegmann war falsch, und große Leistung macht so etwas nicht ungeschehen. Gerade weil Stein eine so große Persönlichkeit war, muss sein Profil beide Seiten zeigen: den Weltklassekeeper und den Menschen, dessen Temperament Grenzen überschritt.
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Fragen und Antworten zu Ulrich Stein
Wie viele Pflichtspiele bestritt Uli Stein für den HSV?
Uli Stein absolvierte in zwei Phasen 296 Pflichtspiele.
Welche Titel gewann er?
Zwei Deutsche Meisterschaften, den Europapokal der Landesmeister 1983 und den DFB-Pokal 1987.
Warum endete seine erste HSV-Zeit 1987?
Nach dem Pokalfinale schlug er den Bayern-Spieler Jürgen Wegmann; der HSV trennte sich daraufhin von ihm.
Kam Uli Stein später zum HSV zurück?
Ja, in der Saison 1994/95 spielte er noch einmal für den HSV.
War er Nationalspieler?
Ja, er bestritt sechs Länderspiele und gehörte 1986 zum deutschen WM-Kader.
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